On the road…..

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Die nächsten drei Tage verbrachten wir grösstenteils im Auto. Wir fuhren von Esperance nach Streaky Bay. 1500 Kilometer quer durch die Pampa. Etwas anderes als Fahren konnte man in diesem Abschnitt Australiens auch nicht machen, denn bis auf eine Handvoll schlecht bewerteter Roadhäuser und einigen Parkplätzen wo man übernachten durfte, gab es hier nichts.🙈 Oftmals sah man über Stunden nicht einmal einen einzigen Baum, daher auch der Name dieser Gegend: Nullarbor. Nur Gras und Buschlandschaft, soweit das Auge reichte. Auf der, mit 143 Kilometer dotierten, längsten geraden Strasse Australiens, gab es dann nicht einmal mehr eine Kurve oder einen Dip. Da vergeht die Zeit dann halt schon nicht mehr ganz so schnell.😂 Zwar gab es diverse Schilder, die vor Tieren wie Kamelen, Wombats, Kängurus, Emus etc auf der Fahrbahn warnten, doch bis auf einen einsamen Dingo und ein paar toten Fellknäuel am Strassenrand bekamen wir auch davon nichts zu sehen. Dennoch war die Fahrt ziemlich angenehm. Emilio war quasi die ganzen 15 Stunden in sein Harry Potter Buch vertieft, Enzo ebenso in seine diversen Lektüren, Milla hörte sich sicher 20 Mal dieselbe Folge von Pawl Patrol an und Marla vertrieb sich die Zeit mit Hörbüchern der drei Ausrufezeichen und ihrem Skizzenbuch. Damit wir unsere portable Toilette nicht extra für eine Nacht aktivieren mussten, hielten wir für die erste Übernachtung Ausschau nach einem Platz mit Toiletten. Und siehe da, kurz nach Sonnenuntergang fanden wir etwas Passendes. Ruck Zuck den Trailer aufgeklappt, darin sind wir mittlerweile Profis,💪 kochte ich noch rasch ein paar Teigwaren und dann ging es ab in die Federn. Emilio schaute noch bis spät in die Nacht hinein den vorbeirauschenden Roadtrains zu, die manchmal sogar mit 4 Anhängern, immer mal wieder an uns vorbeidonnerten. Einige davon hatten eine imposante Beleuchtung, ähnlich dem Lastwagen aus der Cola-Werbung. Den Kindern gefiel es, wie war es auch anders zu erwarten, auch auf diesem „Campingplatz“ super. Milla meinte, warum wir eigentlich nicht immer auf solche Plätze gehen würden. Das sei ja tipptopp hier und dazu noch gratis. Für Milla sind die besten Campgrouds ohnehin die, wo es keine Duschen gibt. Könnte meinen sie sei ein Gremlin. 😂 Am nächsten Morgen standen wir früh auf, da wir einiges an Weg vor uns hatten. Das Navi zeigte 7 Stunden Fahrt zum nächsten Halt an, wo wir ein Motelzimmer für die nächste Nacht reserviert hatten. Etwas speziell war, dass wir an diesem Tag zwei mal eine Zeitzone überfuhren und die Uhr beide Male um 45 Minute vorstellen mussten. Dadurch schritt die Zeit zwar etwas schneller voran 😉 dafür kamen wir dann halt aber auch etwas später als erwartet im Nullarbor Roadhouse an, so dass wir ganz froh darüber waren, nicht erst noch den Trailer aufstellen zu müssen, sondern uns direkt in ein Bett fallen lassen konnten. Schilder am Strassenrand mit Sprüchen wie: arrive alife, share the drive oder drowsy drivers die liessen uns vermuten, dass hier wohl der eine oder andere noch längere Strecken am Stück zurücklegt als wir.😕 Obwohl die Hygiene in Motels oft etwas zu wünschen übrig lässt, finde ich es hin und wieder ganz cool. Ich komme mir dann immer irgendwie vor wie in einem amerikanischen Actionfilm😂. Milla war ganz begeistert davon, dass man bei diesen Motels quasi auf der Türschwelle parkieren kann und sie somit nur 5 Meter zum Bett laufen musste. Dafür nahm sie sogar die Dusche vor dem zu Bett gehen in Kauf. 🤣

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