Beim Herumstöbern im Internet, auf der Suche nach einem geeigneten Campingplatz für unseren nächsten Aufenthalt, stiessen wir auf ein interessantes Angebot. Ein Campingplatz in Bonny Hills pries auf ihrer Website 2 Ensuite Deluxe Sites an. Da wir dies zuvor noch auf keinem anderen Campingplatz gesehen hatten, wurden wir neugierig und entschieden uns daher, unsere nächsten 4 Tage auf einem dieser beiden Deluxe-Plätze zu verbringen, zumal man bei sofortiger Buchung noch 20% Rabatt erhielt. Als wir dort eintrafen, staunten wir nicht schlecht. Der Campingplatz lag direkt am Meer, war extrem gut in Schuss und verfügte ausserdem über eine aussergewöhnlich vielseitige und gepflegte Infrastruktur. Direkt beim Eingang gab es einen Splashpark, inklusiv Wasserrutschbahn. Etwas weiter hinten befand sich zusätzlich ein grösserer geheizter Pool. Schräg gegenüber konnte man sich auf einem Hüpfkissen auspowern oder sein Handicap beim Minigolf auf einer tollen 18-Loch-Bahn verbessern. Aber damit noch nicht genug. Es gab ausserdem einen Gaming-Room mit einem Billard- und einem Air-Hockeytisch. Wenn man Lust hatte, konnte man sich zudem an der Rezeption für ein paar Dollar Gokarts ausleihen und damit über den Campingplatz düsen. Unsere Deluxe-Site setzte dem ganzen dann noch das i-Tüpferchen auf. Der mit Kunstrasen ausgelegte Stellplatz war nicht nur riesengross, sondern verfügte zudem noch über einen betonierten Parkplatz. Dazu kam ein überdachter, privater Sitzplatz mit Tisch, Kühlschrank, Abwaschbecken, Mikrowelle und einem Grill. Sogar ein eigener Fernseher fehlte nicht. Und weil es ja eine Ensuite Site war, hatten wir natürlich auch ein eigenes Bad! Ihr denkt jetzt bestimmt: Ok, schön und gut, aber mit Campen hat das dann ja nicht mehr viel zu tun.🤣 Damit habt ihr natürlich recht. Trotzdem war es schön, wieder einmal etwas mehr Platz zum schnippeln, schnätzeln und zum Erledigen der Schularbeiten zu haben.
In den ersten zwei Tagen in Bonny Hills hatten wir wunderschönes, sonniges Wetter. So verbrachten wir unsere Zeit vorwiegend mit Minigolf spielen, Gokart fahren und baden. Zeitweise hatte ich Angst, die Kinder könnten sich auflösen, so lange wie sie jeweils im geheizten Pool rumschwaderten. An einem Nachmittag gingen wir natürlich auch an den Strand. Erstaunlicherweise traute sich für einmal sogar Marla zum Surfen ins Wasser. Ich für meinen Teil genoss vor allem den langen Sandstrand, den es dort gab. So konnte ich nach langer Zeit endlich wieder einmal barfuss im weichen Sand joggen gehen, worüber in erster Linie meine Kniescheiben sehr dankbar waren.😆 Da fürs Wochenende ein Wetterumbruch angekündigt wurde beschlossen wir, von unserer Deluxe-Campsite nach nebenan in ein Cabine zu wechseln, da wir keine grosse Lust hatten, unseren Trailer im strömenden Regen abzubauen. Gesagt, getan. Und tatsächlich, kaum hatten wir den Trailer zugeklappt, zogen erste Wolken auf und kurze Zeit später fielen auch schon die ersten Regentropfen. Wie sich herausstellte war die Entscheidung, unsere Behausung zu wechseln, goldrichtig. Es regnete nämlich bis zum Sonntag Morgen ununterbrochen durch. So verbrachten wir den Samstag ausschliesslich drinnen mit Schularbeiten, Spielen und Fernsehschauen…auf jeden Fall mal was anderes…😊 Als am Sonntag gegen Mittag dann endlich wieder die Sonne zum Vorschein kam, fuhren wir in das 20 Minuten entfernte Port Macquarie. Von Ty und Mimi wussten wir, dass es dort ein Koalaspital gab. Seither stand für Marla ein Besuch in dieser Einrichtung ganz oben auf ihrer To-Do-Liste. Also erfüllten wir ihr diesen Wunsch natürlich.🥰 Es war traurig zu hören, wie rapid die Anzahl der wildlebenden Koalas in den letzten Jahren zurückgegangen ist. Wenn es so weitergeht werden diese knuffigen und für Australien so symbolträchtigen Tierchen bis 2050 ausgestorben sein. Als Marla dies hörte, bekam sie schier einen Nervenzusammenbruch und auch an uns anderen, inklusiv meinem Schatz, ging diese Info nicht spurlos vorbei, obschon Eric bisher immer der Meinung war, dass Koalas mehrheitlich träge, fette, knollennasige Fellknäuel seien.😂 Und so waren wir dann auch sofort einverstanden, als Marla uns inständig darum bat, einen dieser hospitalisierten Koalas als kleine Spende symbolisch zu adoptieren.
Auf dem Rückweg staunten wir nicht schlecht, als wir plötzlich an einer Kamelweide vorbeifuhren.🧐😮 Es ist einfach unglaublich. Obwohl wir nun schon 4 Monate unterwegs sind, hält dieses Land immer noch haufenweise Überraschungen für uns bereit.😍










































P & L
Wir haben heute zusammen die Texte und Bilder über Bonny Hill beeindruckt gelesen und bestaunt. Danke für deine ausführliche Schilderung! Wahrscheinlich hast du auch die meisten der tollen Fotos aufgenommen und den einzelnen Berichten der Kinder zugeordnet. Dieses Camping war eines der Superlative. Ob es wohl in der Schweiz etwas Vergleichbares gibt? Sicher jedoch würde der wunderbare, freie Meeresstrand fehlen, wobei wir immer wieder staunen, dass praktisch keine anderen Leute auf den Bildern zu sehen sind. Das kalte Wasser ist wohl Teil der Erklärung, wobei wir auch bei solchen Bedingungen gerne dem Stand entlang wandern würden.